Fachtagung „Neue Bindungen wagen“: Zwischen Bindung und Professionalität- Pädagogik als mögliche Antwort auf Traumatisierungen?

 

Im vergangenen Jahr haben Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland mehr erzieherische Hilfen für Menschen unter 27 Jahren gewährt als jemals zuvor. Hinter Statistiken verbergen sich jedoch Einzelschicklsale. Was bedeutet solch eine Hilfe jedoch für das einzelne Kind/ die einzelne Jugendliche/ den einzelnen Jugendlichen? Insbesondere wenn diese bereits traumatisiert sind? Das Gelingen von Hilfe ist abhängig von einer authentischen, emotional tragfähigen, von Nähe geprägten und dennoch fachlich reflexiven Beziehungsführung. Es zeigt sich darüber hinaus, dass Hilfe besonders dann gelingt, wenn beziehungserschütterte Kinder und Jugendliche eine für sie positiv bewertete Beziehung erleben können. Für Fachkräfte stellt es nicht selten eine Herausforderung dar, den Anforderungen und Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werden zu können. Dieses Spannungsfeld gilt es zu beachten. 

Am 24.06.2022 fand unsere Fachtagung „Neue Bindungen wagen“: Zwischen Bindung und Professionalität- Pädagogik als mögliche Antwort auf Traumatisierungen? im Stadtteilzentrum Pluto in Herne statt. Unter reger Beteiligung der Teilnehmenden gaben Frau Prof. Dr. Silke Birgitta Gahleitner, Herr Dr. Philipp Horn und Frau Anja Kipelt praxisnah Einblick in aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und stellten wichtige Bereiche ihrer Arbeit vor. Es wurden unterschiedliche Wege aufgezeigt, wie bindungsorientierte Pädagogik gelingen kann. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diese gelungene Veranstaltung.

 



Frau Prof. Silke Birgitta Gahleitner und Frau Olympia Kirchberg
Die Redner der Fachtagung: Frau Anja Koch, Frau Prof. Dr. Silke Birgitta Gahleitner und Herr Dr. Philipp Horn
Herr Dr. Philipp Horn und Frau Anja Koch besprechen mit den Teilnehmenden Fälle und beantworten Fragen.