Am vergangenen Samstag gab es einen ganz besonderen Grund zu feiern:
Nach über einem Jahr intensiver Lernzeit haben 10 Teilnehmende die zertifizierte Weiterbildung FAS-Coach / FASD-Fachkraft auf Grundlage der Systemischen Interaktionsberatung (SIT) erfolgreich abgeschlossen.
FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) ist laut WHO die häufigste Ursache geistiger und seelischer Behinderung in der westlichen Welt. Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 12.500 Kinder mit einer fetalen Alkoholspektrumstörung geboren. Die Folgen zeigen sich oft erst im Laufe der Kindheit – und werden leider noch immer häufig nicht richtig diagnostiziert.
FASD wirkt sich auf Lernen, Sozialverhalten und die Bewältigung des Alltags aus. Klassische pädagogische Ansätze stoßen hier oft an ihre Grenzen. Umso wichtiger sind neue Haltungen, Handlungs- und Betreuungsalternativen, die ein inklusives Leben ermöglichen.
Genau hier setzt das SIT-Modell an:
Mit einer wertschätzenden, allparteilichen Grundhaltung und einem klar strukturierten systemischen Ansatz unterstützt es Familien dabei, neue Perspektiven zu entwickeln und ermöglicht oft erstaunlich positive Veränderungen.
In der Weiterbildung wurden die Teilnehmenden praxisnah und systemisch qualifiziert, um FASD-Betroffene und ihre Familiensysteme professionell, konstruktiv und wissenschaftlich fundiert zu begleiten.
In feierlicher Atmosphäre durften die Absolvent*innen ihre Zertifikate entgegennehmen.
Ein herzliches Dankeschön an Ralf Neier und Tanja Hahn für die kompetente, engagierte und herzliche Kursleitung sowie an alle weiteren Referent*innen dieser Weiterbildung.
💛 Wir wünschen allen Absolvent*innen viel Erfolg, Klarheit und Wirksamkeit auf ihrem weiteren Weg!
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